She Will Be Loved
Sie hat mich wieder, die Sonntagspanik. Oder, warte mal, nein, Panik ist es noch nicht. Bisher ist es ein seltsames Gefühl, endlich wieder verantwortlich und erwachsen handeln zu müssen, ein Zwang, von dem man ein paar Wochen lang suspendiert war. Ich glaube, was es vielmehr ist, ist die dämmernde Realisation, dass ich mit dem Umzug endlich wirklich ganz auf eigenen Füßen stehen muss. Halt! Darf! Ja, aber auch "muss". Schön und schwierig. Nach der ersten Aufregung, dass ich ganz alleine neu anfangen kann, kommt die schleichende Erkenntnis, dass ich dort tatsächlich ganz alleine bin. Klar, man hat Kollegen. Aber doch niemanden, auf den man sich im Notfall auf jeden Fall verlassen könnte. Diese Menschen sind: a phone call away. Mmm, war das nicht in den letzten Jahren immer schon so? Was ist dann so anders? Ist nicht vielmehr der positive Umgang mit mir selbst anders? Meine Hauptaufgabe - neben dem bisschen Unterricht - wird sein: mein Selbstwertgefühl und meine Ruhe zu bewahren, vielmehr, auszubauen. By the way, meine Bewunderung, dass du das schon all die Jahre so gehandhabt hast. Alleine, zwar nicht alleine, aber doch alleine.
Stichwort "alleine": Mein Treffen mit ein paar Freundinnen (die auch Exkolleginnen) war sehr, sehr, sehr nett. Aber in temporalem Zusammenhang damit hat sich ergeben, dass ich mitkriegte, wie schnell man erkennt, ob man Kollegin oder Freundin war, und wie schnell man als Nurkollegin von einer Liste verschwindet. Man wurde nicht per E-Mail von Rudis drohendem Umzug informiert, man wurde nicht zur Grillrunde eingeladen. (Der Fairness halber, das hörte sich nach einer sehr intimen Runde an.) Ach, ist ja nur ehrlich und natürlich, oder?
Fishism for the fellow Ally friend: Wir sind alle alleine, manche sind dabei zu zweit.
Aber sonst geht's mir gut. Prima wäre übertrieben, aber gut. Ich hoffe, dass du nach den ersten Tagen der neuen Intensität auch sagen kannst, dass es dir gut geht. My best wishes!
Stichwort "alleine": Mein Treffen mit ein paar Freundinnen (die auch Exkolleginnen) war sehr, sehr, sehr nett. Aber in temporalem Zusammenhang damit hat sich ergeben, dass ich mitkriegte, wie schnell man erkennt, ob man Kollegin oder Freundin war, und wie schnell man als Nurkollegin von einer Liste verschwindet. Man wurde nicht per E-Mail von Rudis drohendem Umzug informiert, man wurde nicht zur Grillrunde eingeladen. (Der Fairness halber, das hörte sich nach einer sehr intimen Runde an.) Ach, ist ja nur ehrlich und natürlich, oder?
Fishism for the fellow Ally friend: Wir sind alle alleine, manche sind dabei zu zweit.
Aber sonst geht's mir gut. Prima wäre übertrieben, aber gut. Ich hoffe, dass du nach den ersten Tagen der neuen Intensität auch sagen kannst, dass es dir gut geht. My best wishes!
JuliaPorter - 9. Sep, 18:51